Vertrag von maastricht bundeskanzler

Da das in der Einheitlichen Europäischen Akte (SEA) festgelegte Ziel der “fortschreitenden Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion” als vorrangig angesehen wurde, beschloß der Europäische Rat von Hannover 1988, einen “Bericht über die Wirtschafts- und Währungsunion” einem Ausschuß zu übertragen, der sich aus den Präsidenten der verschiedenen nationalen Zentralbanken, einem Mitglied der Europäischen Kommission und drei hochrangigen Persönlichkeiten zusammensetzte. , dem Präsidenten der Kommission. In diesem Bericht, der zehn Monate später vorgelegt wurde, wurde darauf hingewiesen, daß es ohne einen neuen Vertrag nicht möglich wäre, nennenswerte Fortschritte auf dem Weg zur Wirtschafts- und Währungsunion zu erzielen. Vor diesem Hintergrund hat der Europäische Rat von Straßburg 1989 beschlossen, eine Regierungskonferenz einzuberufen. Der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Finanzminister Theo Waigel unterzeichnen den Vertrag Der Präsident der Europäischen Kommission, Jacques Delors, wird voraussichtlich empfehlen, den vertrag der Europäischen Union zu unterstützen, der heute in Straßburg vor skeptischen Mitgliedern des Europäischen Parlaments vereinbart wurde. Die Mitglieder der Kommission sind bei einer vorläufigen Überprüfung des Vertragsinhalts zu dem Schluss gekommen, dass dies unter dem Strich ein positiver Schritt hin zu einer größeren Europäischen Union ist. Der Vertrag schuf auch die so genannte Säulenstruktur der Europäischen Union. Die Diskussionen über einen neuen Vertragsrahmen für Europa wurden auch von den Ereignissen in Osteuropa beeinflusst. 1991 hörte die Sowjetunion auf zu existieren, und nacheinander vollführte die ehemaligen Ostblockländer den Übergang zu demokratischen Regierungsformen und brachten den Wunsch zum Ausdruck, der in Maastricht geschaffenen Europäischen Union so schnell wie möglich beitreten zu dürfen. In Deutschland wurde Kanzler Kohl vorgeworfen, die stabile D-Mark geopfert zu haben, um die Akzeptanz der deutschen Nachbarn für die Wiedervereinigung zu gewinnen. Darüber hinaus wurde gesagt, dass der Vertrag geeignet sei, ein bürokratisches Monster zu schaffen, das von seinem Sitz in Brüssel aus undemokratisch und undurchsichtig über Europa herrschen würde. Es bestand kein Zweifel daran, dass der Vertrag das Ergebnis eines Kompromisses war, und aus diesem Grund recht komplex.

Für die Deutschen überwog jedoch der Vorteil einer politischen Union in Europa die Nachteile. 1992 verteidigte Kanzler Kohl den Vertrag auf einem CDU-Parteitag: “Ich würde sagen, europa ist eine wichtige Frage für Deutschland. Als Land im Zentrum unseres Kontinents haben wir mehr Grenzen und Nachbarn als die anderen. Und viel mehr als die anderen ist unsere nationale Zukunft mit der Entwicklung Europas verbunden. Deshalb dürfen wir den Weg, den Europa einschlägt, nicht apathisch sein; ob sie sich unwiderruflich zu einer politischen und wirtschaftlichen Union bekennt oder ob sie wieder in die nationalen Rivalitäten früherer Zeiten zurückfällt.” Die Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht fand am 7. Februar 1992 in Maastricht (Niederlande) statt. Die niederländische Regierung hat, weil sie während der Verhandlungen im zweiten Halbjahr 1991 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehatte, eine Zeremonie in den Regierungsgebäuden der Provinz Limburg an der Maas (Maas) veranstaltet. Vertreter der zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften waren anwesend und unterzeichneten den Vertrag als Bevollmächtigte, die den Abschluss der Verhandlungsperiode markierten. Der Vertrag führte zur Einführung des Euro.